Himmelsstürmer, Wetzgau Schwäbisch Gmünd

Der Aussichtsturm gilt als Vorzeigeprojekt  für moderne Möglichkeiten des Holzwerkbaus, wobei sich bei der Realisierung vor allem die in Jagstzell beheimatete Holzbaufirma Schlosser ein „Denkmal“ setzte. Er zeigt innovative Konstruktionsmerkmale, die noch vor einigen Jahren unmöglich erschienen. Die Stabilität gewinnt der Himmelsstürmer aus einem inneren Kern (Innenturm) mit dem rundherum „verspannten“ Treppenaufgang.

Aufgebaut ist der Himmelsstürmer auf einem 5,60 x 5,60 m großen Betonsockel mit fundament. Der sogenannte Außenturm besteht aus 20 cm dickem Brettsperrholz. Dabei wird die Fassade des Turms mit Lärchenholzschindeln (über 3700 Stk) und mit den sogenannten Spiegelkacheln (1300 Stk) verkleidet. Nach oben hin verdichten sich die Spiegelkacheln zwischen den Holzschindeln, die unterschiedlich dimensionierten Öffnungen werden nach oben hin zum Teil größer. Das Äußere des Turms löst sich somit optisch auf und verknüpft sich scheinbar mit dem Himmel. Dieser „Zauber“ kann besonders an nebligen Tagen bestaunt werden. Der Turm selbst hat eine Gesamthöhe von exakt 38,60 m und besitzt 209 Stufen. Die Aussichtsgalerie, zu der in der letzten Etage eine Wendeltreppe führt, ist etwa 20 qm groß.