Basilika St. Vitus, Ellwangen

Auf dem Ellwanger Marktplatz imponiert die spätromanische Basilika St. Vitus, eine der bedeutendsten romanischen Gewölbebauten Schwabens. Die spätromanische Kirche wurde zwischen 1182 und 1233 als Klosterkirche erbaut. Sie ist die dritte Kirche an dieser Stelle und geht in ihren Anfängen auf das Jahr 764 zurück – dem Gründungsjahr Ellwangens. Die Basilika ist eine dreischiffige Pfeilerbasilika mit Querschiff und hat einen Grundriss in Form eines Kreuzes. Die Innenausstattung wurde 1741 unter der Leitung des oberitalienische Künstlers Donato Riccardo Retti in barock umgestaltet. Die Krypta befindet sich unter der Vierung und nicht, wie es sonst üblich ist, unter dem Altarraum. Bei Grabungen im Jahr 1959 fand man ein ursprünglich vergoldetes Reliquienkästchen aus der Zeit um 870, welches somit das älteste Kunstwerk Ellwangens darstellt. Der noch vollständig erhaltene gotische Kreuzgang wurde 1473 errichtet und enthält 29 Fenster, von welchen jedes ein etwas anderes formenreiches Fenstermaßwerk besitzt. Im Westflügel des Kreuzganges liegt die Liebfrauenkapelle in welcher 1953 der in Ellwangen hochverehrte Jesuitenpater Philipp Jeningen beigesetzt wurde.